Die zur schulmedizinischen Akzeptanz nötige Doppelblindstudie fehlt!

Lachgas und Nervenschaedigung: medizinische Anwendung

Narkosemittel, Partydroge, Nervenschädiger – Polyneuropathie-Ursache: Lachgaskonsum

Lachgas (N2O) inaktiviert Vitamin B12 und kann bei regelmäßigem Konsum Nervenschäden bis hin zur Polyneuropathie auslösen.

8. August 2023 Lesedauer ca. 2 min

Es ist frei verkäuflich im Supermarkt erhältlich (zum Beispiel als Sahnekapsel) und wird tagtäglich als Betäubungsmittel zum Beispiel in Zahnarztpraxen bei der Behandlung von Personen mit Angst und bei Wurzelbehandlungen verwendet – zusätzlich häufen sich die Meldungen vom Missbrauch des Gases als Rauschmittel oder Partydroge. Dabei kann die Verbindung (N2O) bei erhöhtem Konsum ernsthafte Rückenmarks- und Nervenschäden auslösen, darunter auch starke Polyneuropathien.

Lachgas: ein verbreitetes Haushalts- und Anästhesiemittel mit Folgen?

Lachgas, auch bekannt als Distickstoffmonoxid oder N2O, ist ein weit verbreitetes Betäubungsmittel, das unter anderem für Vollnarkosen bei Operationen in Kliniken oder zur Beruhigung und Schmerzbetäubung von Personen mit Angst eingesetzt wird. Vor allem in Zahnarztpraxen erfreut es sich einer hohen Beliebtheit. Doch das erheiternde Mittel mit dem fröhlichen Namen hat auch seine Schattenseiten. Das Problem: Das Anästhetikum sorgt im Körper während des Abbaus für einen hohen Vitamin B12-Verbrauch bzw. inaktiviert das Vitamin. Gefährlich kann das vor allem für Personen werden, die bereits vor der OP einen zu niedrigen B12-Spiegel aufweisen und diesen danach nicht rechtzeitig wieder auffüllen können. Außerdem gilt: Je regelmäßiger der Kontakt, desto höher die Wahrscheinlichkeit eines akuten Mangels.

Missbrauch als (Party-)Droge

Besonders schlimm kann es kommen, wenn das Betäubungsmittel als „Spaßdroge“ verwendet wird. Leider häufen sich die Missbrauchsfälle laut europäischer Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht EMCDDA. In den Niederlanden wurde N2O deshalb im Januar 2023 auf die Liste der verbotenen Rauschmittel gesetzt. Die Gesundheitsrisiken, darunter Rückenmarksdegenerationen und Polyneuropathien, sind einfach zu hoch.

Vom Vitaminmangel zur Polyneuropathie

Vitamin B12-Mängel können unabhängig von der jeweiligen Ursache unter anderem negative Auswirkungen auf den Aufbau der Nervenhüllen haben. Diese sogenannten Myelinscheiden bilden eine elementare Schutzschicht für die Nervenfasern und sorgen in gesunden Menschen für eine funktionierende Reizweiterleitung. Durch die fehlende Schutzschicht sind die Nerven angreifbar. Dadurch kann es zu Fehlreizen wie Brennen, Kribbeln, stechenden Schmerzen oder Taubheit kommen. Sind die Nerven des peripheren Nervensystems (Nerven außerhalb des Gehirns und Rückenmarks) in einer solchen Weise geschädigt, spricht man von einer Polyneuropathie. Da die Polyneuropathie bisher nicht ursächlich behandelbar ist, sondern nur durch Behebung der Ursache gebremst werden kann, sollten im Falle eines B12-Mangels sofort das mangelauslösende Verhalten eingestellt und der Vitaminhaushalt wiederhergestellt werden.

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