Eine Gürtelrose beginnt häufig mit brennenden Hautausschlägen entlang einer Körperhälfte. Bei den meisten Menschen klingt der Ausschlag innerhalb weniger Wochen wieder ab. Manchmal bleiben jedoch Nervenschmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle bestehen. Wenn diese Beschwerden anhalten, sprechen Fachleute von einer Post-Zoster-Neuralgie – einer Form der Polyneuropathie, die nach einer Gürtelrose entstehen kann.
Gürtelrose kurz erklärt
Gürtelrose, medizinisch Herpes Zoster genannt, entsteht durch das Varizella-Zoster-Virus. Dasselbe Virus löst im Kindesalter die Windpocken aus und verbleibt danach lebenslang in den Nervenwurzeln. Bei nachlassender Immunabwehr kann es Jahrzehnte später wieder aktiv werden. Es wandert dann entlang eines Nervs zur Haut und ruft den typischen, meist gürtelförmigen Ausschlag mit Bläschen hervor.
In den meisten Fällen tritt die Erkrankung einseitig auf, häufig am Rumpf, manchmal auch im Gesicht. Begleitet wird der Ausschlag von brennenden oder stechenden Schmerzen, die der Hauterscheinung oft schon einige Tage vorausgehen.
Frühzeitig handeln – Antivirale Medikamente wirken am besten, wenn die Behandlung innerhalb der ersten 72 Stunden nach Auftreten des Ausschlags beginnt. Wer einen schmerzhaften, einseitigen Hautausschlag bemerkt, sollte daher zeitnah ärztlichen Rat einholen.
Wie aus Gürtelrose ein Nervenschaden werden kann
Während sich das Virus entlang eines Nervs ausbreitet, kann es die feinen Nervenfasern reizen und schädigen. Die Hautbläschen sind nur das sichtbare Zeichen dieser Entzündung. Im Nerveninneren bleiben die Folgen oft länger spürbar als der Ausschlag selbst.
Halten die Nervenschmerzen länger als drei Monate nach dem Abklingen des Ausschlags an, sprechen Fachleute von einer Post-Zoster-Neuralgie. Sie zählt zu den häufigsten Spätfolgen einer Gürtelrose und kann sich als anhaltende, oft brennende oder einschießende Schmerzempfindung in dem betroffenen Hautareal zeigen. Weil die Beschwerden auf eine Nervenschädigung zurückgehen, gehört die Post-Zoster-Neuralgie zur Gruppe der Polyneuropathien.
Typische Beschwerden nach einer Gürtelrose
Die Beschwerden einer Post-Zoster-Neuralgie können sehr unterschiedlich ausfallen. Häufig berichten Betroffene über folgende Empfindungen im ursprünglich betroffenen Hautareal:
- Brennende oder stechende Schmerzen, die anfallsartig auftreten können
- Kribbeln oder Ameisenlaufen entlang des ehemals betroffenen Nervs
- Taubheitsgefühle oder ein verändertes Berührungsempfinden
- Berührungsschmerz, bei dem schon leichte Reize wie Kleidung oder ein Luftzug als unangenehm empfunden werden
- Schlafprobleme und Erschöpfung, wenn die Schmerzen über längere Zeit anhalten
Wie stark die Beschwerden ausfallen, ist individuell verschieden. Bei manchen verschwinden sie nach einigen Monaten, bei anderen bleiben sie über Jahre bestehen und beeinflussen den Alltag spürbar.
Wer ist besonders gefährdet?
Eine Post-Zoster-Neuralgie kann grundsätzlich jeden treffen, der eine Gürtelrose durchgemacht hat. Das Risiko ist jedoch nicht gleich verteilt. Begünstigend wirken vor allem:
- Höheres Lebensalter, da die Immunabwehr im Lauf der Jahre nachlässt
- Geschwächtes Immunsystem durch Erkrankungen oder Medikamente
- Sehr ausgeprägter, schmerzhafter Verlauf der akuten Gürtelrose
- Befall des Gesichts, insbesondere im Bereich der Augen
- Verzögerter Behandlungsbeginn der akuten Phase
Wer zu diesen Gruppen gehört, sollte bei ersten Anzeichen einer Gürtelrose besonders aufmerksam reagieren und ärztlich abklären lassen, welche Behandlung sinnvoll ist.
Behandlung der akuten Gürtelrose
Im akuten Stadium kommen häufig antivirale Wirkstoffe zum Einsatz. Sie sollen die Virusvermehrung bremsen und damit den Krankheitsverlauf abkürzen. Wichtig ist ein früher Behandlungsbeginn, idealerweise innerhalb der ersten 72 Stunden nach Auftreten der Hautveränderungen.
Zusätzlich werden je nach Beschwerdebild Schmerzmittel verordnet. Eine konsequente und ausreichend lange Schmerzbehandlung gilt als wichtiger Baustein, um das Risiko langanhaltender Nervenschmerzen zu verringern. Die genaue Therapie sollte immer individuell mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.
Wenn die Nervenschmerzen bleiben
Halten die Beschwerden nach abgeklungenem Ausschlag an, geht es nicht mehr um das Virus selbst, sondern um die Folgen am Nerv. Die Therapie der Post-Zoster-Neuralgie zielt darauf ab, den Leidensdruck zu senken und den Alltag wieder besser zu bewältigen. Häufig genutzt werden spezielle Schmerzmedikamente, Substanzen aus der Gruppe der Antidepressiva oder Antiepileptika in niedriger Dosis sowie lokal aufgetragene Präparate.
Viele Betroffene nutzen ergänzend alternative, nicht schulmedizinische Therapieformen, um mit den verbliebenen Beschwerden im Alltag besser umzugehen. Welche Ergänzung sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab und sollte ärztlich begleitet werden.
Impfung als wichtigste Vorbeugung
In Deutschland steht ein Totimpfstoff gegen Gürtelrose zur Verfügung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung allen Menschen ab 60 Jahren als Standardimpfung. Bei einem erhöhten Risiko, etwa durch chronische Grunderkrankungen oder ein geschwächtes Immunsystem, wird die Impfung bereits ab 50 Jahren empfohlen.
Die Impfung kann das Risiko einer Gürtelrose-Erkrankung deutlich senken und damit auch die Gefahr einer anschließenden Post-Zoster-Neuralgie. Eine ausführliche Beratung in der Hausarztpraxis hilft, eine fundierte Entscheidung zu treffen.
HiToP® PNP als ergänzende Unterstützung zu Hause
Das HiToP® PNP ist ein geprüftes Medizinprodukt für die unterstützende Anwendung bei Polyneuropathie. Die Hochtontherapie ist eine alternative, nicht schulmedizinische Therapieform und versteht sich nicht als Heilbehandlung. Ziel ist die Chance, Beschwerden wie Kribbeln, Brennen oder Schmerzen im Alltag zu reduzieren, wenn Ihr Körper auf diese Therapie anspricht.
Sie wenden das Gerät in Ihrer gewohnten Umgebung an und werden telefonisch von unserem Expertenteam in Deutschland begleitet.

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