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Fusspflege bei Polyneuropathie: Behandlung durch Fachkraft

Fußpflege bei Polyneuropathie

Tägliche Fußpflege schützt bei Polyneuropathie vor unbemerkten Verletzungen – so erkennen Sie Warnzeichen früh und kombinieren Pflege mit HiToP® sinnvoll.

Bei einer Polyneuropathie sind die peripheren Nerven geschädigt – sehr häufig zuerst an den Füßen. Genau dort entscheidet eine sorgfältige, regelmäßige Fußpflege darüber, ob aus einer kleinen Verletzung eine ernste Folgeerkrankung wird. Wer das Schmerzempfinden in den Füßen verloren hat, kann Wunden, Druckstellen oder Risse selbst nicht mehr zuverlässig spüren.

Besonders bei Diabetes mellitus, nach Chemotherapie oder bei alkoholbedingter Polyneuropathie ist die tägliche Fußkontrolle deshalb ein zentraler Baustein, um Mobilität und Lebensqualität zu erhalten. Dieser Beitrag zeigt Ihnen, worauf Sie zu Hause achten sollten und wann professionelle Podologie sinnvoll ist.

Taubheitsgefühl an den Füßen: Polyneuropathie-Symptome im Fußbereich

Symptome an den Füßen: das „Sockengefühl“

Die Füße sind oft zuerst betroffen, weil die Nervenbahnen vom kleinen Zeh bis zum Rückenmark den weitesten Weg zurücklegen. Typisch ist das sogenannte „Sockengefühl“: Genau die Hautareale, die eine Socke bedeckt, fühlen sich verändert an – kribbelnd, kalt, heiß oder taub.

Mit der Zeit werden Wassertemperaturen schlechter unterschieden, zu enge Schuhe nicht mehr als unangenehm empfunden. Manche Betroffene erhalten zudem keine verlässliche Rückmeldung mehr über die Gelenkstellung der Füße – das macht das Gehen unsicher, besonders mit geschlossenen Augen.

Warum Fußpflege bei Polyneuropathie so wichtig ist

Das eigentliche Problem ist der fehlende Schmerzreiz. Schmerzen sind das wichtigste Alarmsignal des Körpers. Wenn dieses Signal fehlt, bleiben kleine Schnitte, Druckstellen oder Risse im Nagelbett oft unbemerkt – und Bakterien finden eine offene Tür.

Die Podologin Christina Grube (Mitglied im ZFD und in der Deutschen Diabetes Gesellschaft) macht im Interview vor allem auf Menschen mit Diabetes mellitus aufmerksam: Wer zusätzlich eine Retinopathie hat, kann seine Füße oft nicht mehr genau sehen und durch die Nervenschädigung auch nicht mehr spüren, wenn er sich verletzt. Schlechte Durchblutung und unbemerkte Wunden können im schlimmsten Fall zu Nekrosen und Amputationen führen – ein Risiko, das mit konsequenter Pflege deutlich kleiner wird.

Sorgfältige Fußpflege bei Polyneuropathie: Hände, die einen Fuß behutsam halten

Wichtig zu wissen – Wenn Sie an Diabetes oder einer ausgeprägten Polyneuropathie leiden und offene Stellen, Rötungen, Schwellungen oder einen veränderten Hautton an Ihren Füßen bemerken, sprechen Sie das zeitnah mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Bei eingeschränkter Sensibilität ersetzt der tägliche Sichtcheck den fehlenden Schmerzreiz – kontrollieren Sie Ihre Füße deshalb konsequent jeden Abend.

Tägliche Fußpflege zu Hause: Ihre Routine

Wenige Minuten am Tag genügen, um Ihre Füße sicher und gesund zu halten. Wichtig ist, dass die Pflege zur festen Routine wird – am besten abends nach dem Duschen, wenn die Haut weich ist und Sie in Ruhe nachsehen können.

  • Sichtkontrolle – Fußrücken, Fußsohle, Zehenzwischenräume und Ferse jeden Abend in Augenschein nehmen. Ein kleiner Spiegel hilft, schwer einsehbare Stellen sicher zu prüfen.
  • Sanfte Reinigung – Lauwarmes Wasser (nicht heiß!) und milde Seife verwenden. Wassertemperatur vorher mit dem Ellenbogen testen, nicht mit dem Fuß.
  • Trocknen zwischen den Zehen – Feuchtigkeit in den Zehenzwischenräumen begünstigt Pilze und Mazeration der Haut. Vorsichtig tupfen, nicht reiben.
  • Pflegecreme auftragen – Eine harnstoffhaltige Lotion (Urea-Anteil je nach Hautzustand) hält die Haut geschmeidig und beugt Rissen vor. Zehenzwischenräume dabei aussparen.
  • Nägel gerade schneiden – Mit einer Feile statt scharfer Schere arbeiten, Ecken leicht abrunden, um eingewachsene Nägel zu vermeiden.
  • Passende Schuhe und Socken – Nahtlose Socken, weiche Innenleder, keine drückenden Stellen. Schuhe vor dem Anziehen kurz mit der Hand ausfühlen.
Professionelle Fußpflege beim Podologen: Beratung und Behandlung

Was bei der professionellen Podologie passiert

Eine ausgebildete Podologin oder ein Podologe sieht Ihre Füße alle vier bis sechs Wochen – oft häufiger als Ihre Hausärztin. Damit ist die Praxis ein wichtiger Frühwarnposten für Veränderungen, die Sie zu Hause vielleicht übersehen.

Zur Routine gehören Palpation (vorsichtiges Abtasten) und Sichtkontrolle des gesamten Fußes, das Schneiden der Nägel, das Abtragen von Hornhaut und Schwielen sowie eine geeignete Pflege zum Abschluss. Bei Auffälligkeiten verweist die Podologie an Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren Arzt – ein wertvoller Schritt, gerade wenn Sie selbst weniger spüren.

Fußpflege und HiToP® sinnvoll kombinieren

Regelmäßige Fußpflege schützt die Haut und beugt Verletzungen vor. Sie verbessert allerdings nicht die Nervenleitung selbst. Hier setzt das HiToP® PNP an: Die Hochtontherapie ist eine alternative, nicht schulmedizinische Therapieform, die mit hochfrequenten Schwingungen die Durchblutungssituation und die Leitfähigkeit der Nerven unterstützen kann – wenn Ihr Körper auf diese Therapie anspricht.

Podologin Christina Grube sieht in der Kombination aus professioneller Fußpflege und Hochtontherapie einen guten Weg: Während die Pflege das Außen schützt, kann das HiToP® PNP von innen die Nervenfunktion unterstützen. Die Anwendung ist zu Hause möglich – mit Beratung durch unser telefonisches Expertenteam in Deutschland und einem fairen Testzeitraum, bevor Sie sich für ein eigenes Gerät entscheiden.

HiToP®-Anwendung zu Hause: Hochtontherapie unterstützt die Nervenleitung

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