Die Schilddrüse hat als eines der wichtigsten Organe entscheidenden Einfluss auf den Hormonhaushalt Ihres Körpers. Arbeitet sie nicht mehr richtig, wirkt sich das auf viele körpereigene Systeme aus. Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) gehört zu den möglichen Ursachen einer Polyneuropathie.
Damit Sie die Zusammenhänge richtig einordnen können, lohnt sich ein Blick darauf, was die Schilddrüse leistet, wie ein Hormonmangel die Nerven schädigen kann und welche Symptome Sie ernst nehmen sollten.
Hormon-Kraftwerk Schilddrüse
Wenn die Hormone T3 und T4 fehlen, gerät der Stoffwechsel aus dem Takt – mit spürbaren Folgen für Körper und Nerven.
Neben Kalzitonin und TSH produziert die Schilddrüse vor allem die Hormone T3 und T4. Fällt die Produktion unter das übliche Maß, handelt es sich um eine Schilddrüsenunterfunktion. Das hat Folgen für den Stoffwechsel: Essentielle Vitamine und Mineralien können nicht mehr in ausreichender Menge aufgenommen werden, es kommt zu vielfältigen Mangelerscheinungen.
Für Betroffene sind die Folgen spürbar. Typische Beschwerden sind:
- Müdigkeit und Erschöpfung
- Gewichtszunahme und Frösteln
- Gedächtnisprobleme und Konzentrationsschwierigkeiten
- Verstopfung, Haarausfall, trockene Haut
- depressive Verstimmungen
Bleibt die Hypothyreose über längere Zeit unerkannt, können sich diese Symptome verstärken und das Nervensystem in Mitleidenschaft ziehen.
Karpaltunnelsyndrom als Folge einer Hypothyreose
Nicht nur eine geschädigte Nervenfaser selbst, sondern auch eine zerstörte Abschirmung nach außen kann zu folgenschweren Störungen im peripheren Nervensystem führen und so eine Polyneuropathie auslösen. Von außen kommende Signale können nicht mehr zuverlässig an das zentrale Nervensystem weitergeleitet werden. Betroffene leiden anfänglich an Missempfindungen, den klassischen Anzeichen einer Polyneuropathie.

Die am weitesten verbreitete sensomotorische Erkrankung als Folge einer Hypothyreose ist das Karpaltunnelsyndrom. Durch die fehlenden Schilddrüsenhormone sammeln sich bestimmte Zuckermoleküle an und sorgen für die typischen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Handgelenk.
Wichtig zu wissen – Wer dauerhaft an Kribbeln, Taubheit oder brennenden Schmerzen in Händen oder Füßen leidet, sollte die Schilddrüsenwerte abklären lassen. Eine unerkannte Hypothyreose kann den Verlauf einer Polyneuropathie deutlich beeinflussen – sowohl in der Frühphase als auch bei bereits bestehenden Beschwerden.
Polyneuropathie: Symptome rechtzeitig deuten
Für Betroffene und Ärzte gleichermaßen wichtig ist, sowohl die Anzeichen einer Polyneuropathie möglichst frühzeitig zu erkennen als auch eine Schilddrüsenunterfunktion als mögliche Ursache abzuklären. Ein verlangsamter Stoffwechsel durch eine Hypothyreose führt nicht nur zu belastenden Symptomen im Reizleitungssystem, er hat auch nachhaltig negative Folgen für Herz und Kreislauf.
Aufschluss über eine Schilddrüsenunterfunktion als Auslöser einer Polyneuropathie gibt eine Blutuntersuchung. Dabei werden neben den Schilddrüsen-Hormonen auch die Werte von Vitaminen (vor allem B12 und D) sowie Mineralien und Spurenelementen geprüft. Die Behandlung wird auf Ihren individuellen Befund abgestimmt und geht meist mit Ernährungsumstellung, Bewegungstherapie und Hormongabe einher.
Ergänzend kann das HiToP®-Verfahren als alternative, nicht schulmedizinische Therapieform unterstützen, wenn Ihr Körper darauf anspricht. Unser telefonisches Expertenteam in Deutschland begleitet Sie während der gesamten Anwendung.

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