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Arztgespräch zu Ursachen einer Polyneuropathie

Die 10 häufigsten Ursachen einer Polyneuropathie

Diabetes, Alkohol, Vitaminmängel: Die zehn häufigsten Auslöser einer Polyneuropathie im verständlichen Überblick.

Polyneuropathie ist eine Erkrankung, bei der mehrere Nervenbahnen gleichzeitig geschädigt sind. Die Nerven können dann Signale wie Schmerz, Druck, Wärme oder Kälte nicht mehr zuverlässig an das zentrale Nervensystem weiterleiten, weil die Nervenleitgeschwindigkeit deutlich herabgesetzt ist. Häufig betroffen sind Füße, Beine, Arme und Hände – also Bereiche des peripheren Nervensystems.

Insgesamt sind über 200 verschiedene Ursachen bekannt, die eine Polyneuropathie auslösen können. Die folgenden zehn Auslöser stehen dabei an erster Stelle.

1. Diabetes

Diabetes ist die am häufigsten genannte Ursache für eine Polyneuropathie. Ein erheblicher Teil aller Menschen mit Diabetes entwickelt im Laufe der Zeit eine Schädigung der Nerven – die genauen Häufigkeitsangaben in der Fachliteratur schwanken je nach Erkrankungsdauer und Studienkollektiv. Wie genau die Nervenschädigung entsteht, ist noch nicht vollständig geklärt. Man vermutet, dass dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte die feinen Blutgefäße schädigen und die Nerven dadurch nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Dafür spricht, dass die Polyneuropathie besonders bei schlecht eingestelltem Blutzucker auftritt.

Hinzu kommt: Ein dauerhaft hoher Blutzucker verändert den gesamten Stoffwechsel. Die dabei entstehenden Abbauprodukte können die Nerven zusätzlich belasten.

2. Alkoholmissbrauch

Übermäßiger Alkoholkonsum gilt als zweithäufigste Ursache. Gelegentlicher, moderater Konsum ist in der Regel nicht nervenschädigend, kann aber bereits bestehende Schäden verstärken. Alkohol greift die Nerven auf mehreren Wegen an: Abbauprodukte wirken direkt schädigend, gleichzeitig wird die Aufnahme von B-Vitaminen im Magen-Darm-Trakt deutlich beeinträchtigt – und ein Vitamin-B-Mangel ist seinerseits eine Polyneuropathie-Ursache.

Zusätzlich arbeiten die Nieren bei regelmäßigem Konsum stärker und scheiden vermehrt Vitamine aus. Auch die oft einseitige Ernährung bei chronischem Alkoholkonsum verstärkt den Mangelzustand.

Wichtig zu wissen – Sprechen Sie offen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über Ihren Alkoholkonsum. Eine ehrliche Einschätzung hilft, die richtige Ursache der Beschwerden zu erkennen und mögliche Verstärker rechtzeitig zu erkennen.

3. Autoimmunerkrankungen

Das Immunsystem schützt den Körper normalerweise vor Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten, ohne körpereigene Strukturen anzugreifen. Bei Autoimmunerkrankungen richtet sich diese Abwehr gegen den eigenen Körper – die genauen Auslöser sind nicht vollständig geklärt. Welche Beschwerden auftreten, hängt davon ab, welches Gewebe oder Organ betroffen ist.

Bei folgenden Autoimmunerkrankungen greift der Körper die Nervenzellen direkt an, eine Polyneuropathie ist häufig die Folge:

  • Guillain-Barré-Syndrom (GBS)
  • Chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyradikuloneuropathie (CIDP)
  • Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA)

Eine Behandlung, die die Ursache selbst behebt, ist bei Autoimmunerkrankungen meist nicht möglich. In der Regel zielt die Therapie darauf, die Nervenschmerzen in einem erträglichen Rahmen zu halten und das Fortschreiten zu bremsen.

4. Vitaminmängel

Ein Mangel an bestimmten Vitaminen ist ebenfalls häufig an einer Polyneuropathie beteiligt. Besonders eine unzureichende Versorgung mit:

  • Vitamin B12
  • Vitamin B1
  • Vitamin B6
  • Vitamin E

kann ein auslösender Faktor sein. Vor allem Vitamin B12 spielt eine zentrale Rolle. Da es vorwiegend in tierischen Lebensmitteln vorkommt, sind Vegetarier besonders gefährdet. Auch die längere Einnahme von Protonenpumpenhemmern gegen Sodbrennen kann die Aufnahme beeinträchtigen, weil dafür ausreichend Magensäure nötig ist. Zusätzlich können Magen-Darm-Erkrankungen die Vitaminaufnahme stören.

Ein Mangel oder Überschuss an Vitamin B1 oder B6 ist selten und bei normaler Ernährung kaum möglich. Insgesamt gilt: Erkrankungen, die die Nährstoffaufnahme behindern, gehören zu den wichtigen indirekten Ursachen einer Polyneuropathie.

5. Krebserkrankungen

Bei Krebserkrankungen kann eine Polyneuropathie auf zwei Wegen entstehen. Zum einen als sogenanntes paraneoplastisches Syndrom – eine häufige Begleiterscheinung von Tumorerkrankungen. Dabei setzt der Tumor Botenstoffe frei, die die Nerven schädigen, oder das Immunsystem reagiert gegen den Krebs und greift dabei auch Nervenzellen an. In manchen Fällen ist die Polyneuropathie sogar das erste Symptom einer Krebserkrankung.

Zum anderen kann die Chemotherapie selbst Nervenschäden verursachen. Die Wirkstoffe richten sich gegen sich schnell teilende Krebszellen, treffen aber häufig auch empfindliche Nervenzellen. Diese sogenannte chemotherapie-induzierte Polyneuropathie (CIPN) ist eine bekannte Nebenwirkung vieler onkologischer Behandlungen.

6. Medikamente

Auch bestimmte Medikamente können die Nerven schädigen. Antibiotika sollen Bakterien abtöten, sind aber unter Umständen ebenfalls in der Lage, körpereigenes Gewebe anzugreifen. Grundsätzlich ist die Einnahme von Antibiotika kein generelles Risiko – kritischer wird es bei Präparaten, deren Nebenwirkungsprofil noch nicht ausreichend untersucht ist. Auch einige Chemotherapeutika, bestimmte Herzmittel und Tuberkulose-Medikamente können eine Polyneuropathie begünstigen.

7. Infektionen mit Bakterien oder Viren

Grundsätzlich kann jede Infektion Nerven schädigen, selbst harmlose Erkältungen kommen als Auslöser in Frage. Für eine Polyneuropathie, bei der gleich mehrere Nerven betroffen sind, gelten allerdings bestimmte Erreger als typisch: Borreliose, HIV, Diphtherie, Gürtelrose, Pfeiffersches Drüsenfieber oder Herpes-Simplex-Infektionen können Nervengewebe nachhaltig beeinträchtigen.

8. Vergiftungen

Wer beruflich häufiger mit Schwermetallen wie Blei oder Quecksilber in Berührung kommt und gleichzeitig Symptome einer Polyneuropathie bemerkt, sollte dies frühzeitig ärztlich abklären lassen. Gleiches gilt für den Kontakt mit Cadmium, Thallium oder Arsen. All diese Stoffe können die Nerven stark schädigen. Thallium etwa ist häufig in Rattengift enthalten.

In der Regel ist ein direkter Hautkontakt erforderlich. Eine Belastung über kontaminierte Lebensmittel ist ebenfalls möglich – etwa wenn Wildfisch aus belasteten Gewässern regelmäßig auf dem Speiseplan steht.

9. Stoffwechsel- und Organerkrankungen

Erkrankungen der Leber, der Nieren oder auch eine Störung der Schilddrüse können eine Polyneuropathie auslösen. Bei einer Leberzirrhose oder einem Funktionsverlust der Nieren treten überdurchschnittlich oft typische Beschwerden auf. Der Grund: Beide Organe sind für eine ausreichende Nährstoffversorgung der Nerven mitverantwortlich – und filtern Abbauprodukte aus dem Körper. Funktioniert das nicht mehr richtig, leiden die Nerven mit.

Sogar Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen können durch dauerhaften Sauerstoffmangel im Blut Polyneuropathie-Symptome entwickeln.

10. Idiopathische Polyneuropathie

Wenn eine Erkrankung als idiopathisch bezeichnet wird, heißt das: Die zugrunde liegende Ursache lässt sich trotz Diagnostik nicht klar bestimmen. Bei vielen Betroffenen mit idiopathischer Polyneuropathie verschwinden die Symptome nach einiger Zeit wieder, ohne dass der Auslöser identifiziert werden konnte. Treten die Beschwerden erneut auf oder verschlechtern sie sich, ist eine erweiterte Diagnostik sinnvoll – häufig zeigt sich dann doch noch ein konkreter Hintergrund.

Eine Erkrankung mit vielen Facetten

Nicht nur die Symptome fallen sehr unterschiedlich aus – auch die Ursachen sind vielfältig. Diabetes und chronischer Alkoholkonsum stehen in der Fachliteratur gemeinsam für einen großen Anteil aller Fälle. Daneben gibt es zahlreiche seltenere Auslöser wie Medikamentennebenwirkungen, genetische Veranlagungen oder Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik. Für eine sinnvolle Behandlung ist es zentral, die individuelle Ursache so präzise wie möglich zu kennen.

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Das HiToP® PNP ist ein geprüftes Medizinprodukt für die unterstützende Anwendung bei Polyneuropathie. Die Hochtontherapie ist eine alternative, nicht schulmedizinische Therapieform und versteht sich nicht als Heilbehandlung. Unabhängig von der Ursache geht es um die Chance, Beschwerden wie Kribbeln, Brennen oder Schmerzen im Alltag zu reduzieren, wenn Ihr Körper auf diese Therapie anspricht.

Sie wenden das Gerät in Ihrer gewohnten Umgebung an und werden telefonisch von unserem Expertenteam in Deutschland begleitet.

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