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Krankheitsverlauf: Nervenmodell zur Veranschaulichung

Polyneuropathie: Typischer Krankheitsverlauf

Wie verläuft eine Polyneuropathie typischerweise? Phasen, Symptome an Beinen und Burning-Feet-Syndrom verständlich erklärt.

Typischer Krankheitsverlauf

Der Verlauf einer Polyneuropathie ist meist schleichend und beginnt zumeist an den Füßen. Von dort breitet sie sich strumpfförmig aufsteigend aus. Zunächst treten vor allem Missempfindungen oder fehlende Empfindungen (Kälte, Hitze, Schmerz) auf. An den Händen schreitet eine Polyneuropathie handschuhförmig voran.

Im Verlauf können die Reflexe (zum Beispiel der Achillessehnen-Reflex) schwächer werden und gänzlich erlöschen. Erst spät treten üblicherweise Lähmungen, Muskelschwäche und Muskelschwund auf. Sind im weiteren Verlauf auch innere Organe betroffen, können sich Störungen der Blasenentleerung, Darmträgheit, Erektionsschwäche und mangelnde Variabilität des Herzschlags einstellen. Insbesondere bei körperlicher Anstrengung oder Aufregung schlägt das Herz dann zu langsam, was die Belastbarkeit deutlich einschränken kann.

Nervensystem-Darstellung mit Fokus auf periphere Bahnen

Seltene Krankheitsverläufe

Eine sehr schnell verlaufende Form der Polyneuropathie ist das Guillain-Barré-Syndrom (GBS), das nach einem Magen-Darm- oder Atemwegsinfekt auftreten kann. Innerhalb von zwei bis vier Wochen steigt die Polyneuropathie von den Füßen auf und verursacht Missempfindungen und Lähmungen. Kritisch ist der mögliche Befall von Nerven, die für das Herz notwendig sind. Um bei einem Herzstillstand rechtzeitig eingreifen zu können, ist die engmaschige Überwachung im Krankenhaus zwingend erforderlich. In den meisten Fällen entwickeln sich die Beschwerden langsam über Monate wieder zurück.

Ähnlich dem Guillain-Barré-Syndrom ist die chronisch-inflammatorische Polyradikuloneuropathie (CIDP), eine Autoimmunerkrankung. Bei dieser verläuft die Polyneuropathie etwas langsamer und schubartig. Auch hier sind Muskellähmungen und sensorische Ausfälle möglich. Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Immunglobulinen, Plasmaaustausch oder Kortikosteroiden.

Krankheitsverlauf bei Befall der Beine

Betroffene bemerken bei einer Polyneuropathie der Beine oft zunächst, dass sie die Temperatur des Badewassers mit dem Fuß nicht mehr einschätzen können. Darauffolgend beklagen viele „kalte Füße“ und Taubheitsgefühle. Sehr unangenehm und schmerzhaft ist das Burning-Feet-Syndrom.

Im weiteren Verlauf werden die Reflexe und die Muskeln schwächer. Zuerst sind oft die Fuß- und Zehenheber sowie die Fußsenker von der Schwäche befallen. Daraus kann sich eine Gangstörung entwickeln, die durch den Verlust des Lageempfindens weiter verstärkt wird. Schließlich ist auch das Stehen erschwert und Betroffene erleben Schwindel.

Des Weiteren nimmt im Verlauf die Schweiß-Produktion ab. Die kleinen Härchen, die sich auf dem Fußrücken befinden, verschwinden. Schließlich kann sich die Haut weißlich, bläulich oder marmoriert verfärben.

Burning-Feet-Syndrom und neuropathische Schmerzen

Das Burning-Feet-Syndrom beginnt typischerweise mit Missempfindungen, die Betroffene als „Kribbeln“ oder „Ameisenlaufen“ beschreiben. Schließlich treten brennende Schmerzen in den Füßen auf, die nachts meistens stärker ausgeprägt sind als tagsüber.

Gegen das Brennen können Antikonvulsiva (Anti-Krampf-Mittel) und Antidepressiva eingesetzt werden. Dazu gehören beispielsweise Gabapentin, Pregabalin, Amitriptylin, Nortriptylin und Venlafaxin. Wenn die Schmerzen auch nach einer Anwendung der Medikamente von zwei bis vier Wochen unverändert stark bleiben, kommen unter ärztlicher Begleitung Opioide wie Tramadol oder Oxycodon in Betracht.

Prognose und Beeinflussung des Verlaufs

Der Krankheitsverlauf einer Polyneuropathie lässt sich in den meisten Fällen beeinflussen. Grundsätzlich gilt: Je früher eine Therapie eingeleitet wird, desto besser fällt die Prognose aus. Essenziell ist die Behandlung der Ursache. Zusätzlich sind eine angemessene Schmerztherapie und ggf. Wundbehandlung angezeigt.

Den Verlauf rechtzeitig beeinflussen

Je früher eine Polyneuropathie erkannt und behandelt wird, desto besser lässt sich ihr Verlauf beeinflussen. Mit dem kostenlosen Selbstcheck prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihre Beschwerden zum typischen Krankheitsbild passen. Das HiToP® PNP ist eine alternative, nicht schulmedizinische Therapieform und als geprüftes Medizinprodukt registriert. Bei Fragen ist unser telefonisches Expertenteam in Deutschland für Sie da.

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