Auf die richtigen Sportarten kommt es an
Regelmäßige Bewegung kann Polyneuropathie-Beschwerden lindern.
Aktive Bewegung stimuliert die Durchblutung – Sport ist bei einer Polyneuropathie deshalb klar empfehlenswert. Leistungssport ist nicht das Ziel. Für Ihre Fitness reicht es, wenn Sie regelmäßig in Bewegung sind. Die geeignete Sportart hängt von der Form Ihrer Polyneuropathie ab.
Bei Taubheitsgefühlen oder gestörter Empfindung sollten Sportarten gemieden werden, die ein erhöhtes Verletzungs- oder Unfallrisiko haben. Längeres Barfußgehen und das Laufband sind weniger geeignet. Wichtig ist die Regelmäßigkeit: Mehrere kurze Einheiten in der Woche bringen mehr als eine intensive Einheit am Wochenende.
Diese Sportarten werden empfohlen
Schonende Sportarten für Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit.
Wenn die Empfindung in den Fußsohlen gestört ist, sollten Sie Sportarten wählen, die Ihre Füße schonen. Grundsätzlich eignet sich alles, was Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit trainiert.
- Radfahren oder Schwimmen: schonen die Füße und verbessern regelmäßig die Fitness
- Geräte- und Krafttraining: im Fitnessstudio mit Trainer, der von Ihrer Polyneuropathie weiß und schonende Übungen zeigt
- Spaziergänge und Walken: alltagstauglich, regelmäßig durchgeführt verbessern sie Koordination und Sicherheit
- Fußgymnastik: einfach im Sitzen, beim Essen oder Fernsehen, fördert Durchblutung in Zehen und Sohlen
- Alltagsbewegung: Treppen statt Aufzug, Gänge zu Fuß, jeden Tag ein bisschen mehr Bewegung im Alltag
Spezielle Gymnastik für die Füße
Falls Spazierengehen oder Walken zu anstrengend wird oder das Gehen schwerfällt, halten Sie Ihre Füße trotzdem in Bewegung. Wippen Sie von den Zehen auf die Fersen: das stärkt Fuß- und Wadenmuskulatur und verbessert die Durchblutung. Strecken Sie den Fuß waagerecht von sich weg und bewegen Sie die Zehen wie eine Ballerina. Rollen Sie einen Massageball unter den Sohlen oder malen Sie Kreise und Figuren mit den Füßen in der Luft. Diese Übungen funktionieren im Sitzen, ohne Geräte und ohne Sturzrisiko.

Bewegung wirkt auf Polyneuropathie
Regelmäßige Bewegung verbessert Koordination und Sicherheitsgefühl.
Bei einer Polyneuropathie ist häufig die Wahrnehmung an den Gliedmaßen gestört. Sind die Fußsohlen taub, trauen Sie sich oft nicht mehr, weitere Strecken zu Fuß zurückzulegen. Mit zunehmender Sturzangst schränken Sie sich mehr ein, als Ihrem Körper guttut. Schon leichte regelmäßige Bewegung führt zu besserer Koordination und einem sichereren Körpergefühl. Die Muskeln werden gefordert, die Sturzgefahr im Alltag sinkt.
Sport und Bewegung wirken auch direkt auf die Polyneuropathie selbst. Kreislauf, Durchblutung und Stoffwechsel werden gefördert. Das kann typische Beschwerden wie Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Schmerzen verringern. Tragen Sie Strümpfe ohne Nähte und gut passende Schuhe, um das Verletzungsrisiko klein zu halten. Kontrollieren Sie Ihre Füße täglich beim Waschen, damit Sie Blasen oder kleine Verletzungen früh entdecken.
Begleitend zum Sport: das HiToP®-Verfahren
Regelmäßige Bewegung stärkt Ihren Kreislauf, Ihre Koordination und Ihr Sicherheitsgefühl. Sie unterstützt die ärztlich verordnete Therapie und kann typische Polyneuropathie-Beschwerden verringern.
Ergänzend dazu kann das HiToP®-Verfahren als alternative, nicht schulmedizinische Therapieform die Behandlung begleiten, wenn Ihr Körper darauf anspricht. Unser telefonisches Expertenteam in Deutschland berät Sie während der gesamten Anwendung.

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